Die Deutsche Börse hat im dritten Quartal 2026 deutlich mehr verdient und ihre Jahresprognose zum zweiten Mal angehoben. Der Konzern profitierte dabei nicht nur von höheren Handelsaktivitäten, sondern auch von wachsenden Fonds- und Wertpapierdienstleistungen sowie einem wieder stärkeren Treasury-Ergebnis. Gerade diese Kombination ist für die Einordnung entscheidend: Ein Teil des Zuwachses entstand durch das volatile Markt- und Zinsumfeld, ein anderer Teil durch strukturelle Trends wie mehr börsengehandelte Anlageprodukte, größere verwahrte Vermögen und steigende Abwicklungsvolumina.
Nach dem am 20. Oktober 2026 veröffentlichten Quartalsbericht stiegen die Nettoerlöse einschließlich Treasury-Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 1,633 Milliarden Euro. Das EBITDA legte um 16 Prozent auf 978 Millionen Euro zu. Der den Aktionären der Deutsche Börse AG zurechenbare Periodenüberschuss wuchs um 18 Prozent auf 559 Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhte der Konzern die Erwartungen für das Gesamtjahr: Die Nettoerlöse sollen nun mehr als 6,5 Milliarden Euro erreichen, das EBITDA wird bei rund 3,9 Milliarden Euro erwartet.
Die Zahlen zeigen ein robustes Quartal, sind aber nicht mit einer reinen Handelsplatzbilanz gleichzusetzen. Zur Gruppe gehören neben Handels- und Clearingangeboten auch Index-, Software-, Fonds- und Wertpapierdienstleistungen. Deshalb reagiert das Ergebnis zugleich auf Marktvolatilität, Zinsen, verwahrte Vermögen, Emissionen und langfristige Kapitalmarkttrends. Die folgende Einordnung trennt diese Effekte und zeigt, welche Bereiche das Wachstum getragen haben.
Die wichtigsten Q3-Zahlen der Deutschen Börse
Die offizielle Ergebnismitteilung der Deutschen Börse weist für das dritte Quartal Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis von 1,415 Milliarden Euro aus. Das waren 14 Prozent mehr als die 1,237 Milliarden Euro des Vorjahreszeitraums. Sechs der acht vom Konzern betrachteten Geschäftseinheiten erreichten zweistellige Wachstumsraten.
Das Treasury-Ergebnis, das insbesondere Zinserträge aus Kundengeldern in banknahen Geschäftsbereichen umfasst, stieg um 7 Prozent auf 218 Millionen Euro. Einschließlich dieses Beitrags beliefen sich die Nettoerlöse auf 1,633 Milliarden Euro nach 1,440 Milliarden Euro im dritten Quartal 2025. Damit wuchs das operative Geschäft ohne Treasury sogar etwas stärker als die Gesamtkennzahl.
Auf der Ergebnisseite zeigte sich ein ausgeprägter Skaleneffekt. Das EBITDA ohne Treasury-Ergebnis erhöhte sich um 19 Prozent auf 760 Millionen Euro. Einschließlich Treasury erreichte es 978 Millionen Euro, ein Plus von 16 Prozent. Der zurechenbare Periodenüberschuss stieg von 473 auf 559 Millionen Euro. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie legte nach Konzernangaben von 2,59 auf 3,10 Euro zu; das um Kaufpreisallokationen bereinigte Cash-EPS erhöhte sich von 2,78 auf 3,28 Euro.
Warum die Börse von Volatilität und höheren Zinsen profitierte
Das Marktumfeld war im dritten Quartal von geopolitischer Unsicherheit, höheren Energiepreisen und veränderten Zinserwartungen geprägt. Solche Phasen erhöhen häufig den Absicherungsbedarf. Unternehmen und Finanzinstitute handeln dann mehr Zins-, Aktien- oder Rohstoffderivate, um Risiken zu steuern. Für Betreiber von Handels- und Clearinginfrastruktur entstehen daraus volumenabhängige Erlöse.
Besonders sichtbar war der Effekt im Geschäft mit Zinsderivaten. Die entsprechenden Nettoerlöse im Segment Trading & Clearing stiegen im Quartal um 48 Prozent auf 181 Millionen Euro. Bei Finanzderivaten insgesamt erreichte das Plus 30 Prozent, die Nettoerlöse lagen bei 357 Millionen Euro. Die Einordnung passt zum veränderten Zinsumfeld nach dem EZB-Zinsschritt im September 2026, der Erwartungen, Renditen und Absicherungsbedarf am Kapitalmarkt beeinflusste.
Höhere Zinsen wirkten zugleich auf das Treasury-Ergebnis. Kundengelder, die in Teilen der Gruppe im Rahmen von Clearing, Abwicklung und Verwahrung gehalten werden, erwirtschaften Zinserträge. Im dritten Quartal lagen die durchschnittlichen Kundenbarbestände höher, während das Zinsniveau die Ertragsbasis unterstützte. Die Zusammenhänge zwischen Notenbankentscheidungen und Märkten werden auch im Hintergrundbeitrag über den Einfluss der Zentralbankpolitik auf den Finanzmarkt erläutert.
Diese Abhängigkeit hat zwei Seiten. Steigende oder länger hoch bleibende Zinsen können das Treasury-Ergebnis stärken. Sinkende Zinsen würden diesen Rückenwind begrenzen. Mehr Volatilität kann das Handelsvolumen erhöhen, zugleich aber Risiken für Marktteilnehmer und Konjunktur verschärfen. Die guten Quartalszahlen lassen sich daher nicht einfach linear in die Zukunft fortschreiben.
Trading & Clearing war der stärkste Ergebnistreiber
Das Segment Trading & Clearing erzielte im dritten Quartal Nettoerlöse von 714 Millionen Euro und damit 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ohne Treasury-Ergebnis betrug der Zuwachs 19 Prozent. Das EBITDA des Segments erhöhte sich um 31 Prozent auf 476 Millionen Euro. Keine andere große Sparte erreichte im Quartal eine vergleichbare absolute Ergebnisdynamik.
Neben den Zins- und Finanzderivaten wuchs auch das Geschäft mit Aktien. Die Nettoerlöse in diesem Teilbereich stiegen um 18 Prozent auf 113 Millionen Euro. Im Rohstoffgeschäft erreichten sie 155 Millionen Euro, ein Plus von 11 Prozent. Innerhalb dieses Bereichs legten Stromprodukte um 15 Prozent auf 87 Millionen Euro zu, während das Gasgeschäft mit 28 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert lag.
Diese Zahlen verdeutlichen die breite Aufstellung des Konzerns. Die Deutsche Börse verdient nicht ausschließlich an Aktienumsätzen auf Xetra oder dem Frankfurter Parkett. Wesentliche Beiträge kommen aus Derivaten, Energieprodukten, Clearing, Repo- und außerbörslicher Abwicklung. Das reduziert die Abhängigkeit von einer einzelnen Anlageklasse, beseitigt aber nicht die zyklische Sensitivität gegenüber Marktaktivität.
Fonds- und Wertpapierdienstleistungen liefern strukturelles Wachstum
Abseits des Handelsgeschäfts wuchsen die Dienstleistungen für Fonds und Wertpapiere weiter. Fund Services steigerte die Nettoerlöse um 17 Prozent auf 160 Millionen Euro. Das EBITDA stieg um 24 Prozent auf 103 Millionen Euro. Innerhalb der Sparte legten sowohl die Fondsabwicklung als auch der Fondsvertrieb um jeweils 19 Prozent zu.
Bei Securities Services erhöhten sich die Nettoerlöse um 9 Prozent auf 429 Millionen Euro. Ohne Treasury-Ergebnis betrug das Plus 10 Prozent. Das Verwahrgeschäft wuchs um 10 Prozent auf 200 Millionen Euro, die Nettoerlöse aus der Abwicklung stiegen um 19 Prozent auf 42 Millionen Euro. Das Segment-EBITDA erreichte 311 Millionen Euro und lag damit 10 Prozent über dem Vorjahresquartal.
Der Konzern führt diese Entwicklung unter anderem auf höhere verwahrte Vermögen, wachsende Transaktionsvolumina und eine rege Emissionstätigkeit am Anleihemarkt zurück. Der langfristige Trend zu Fonds und börsengehandelten Produkten spielt ebenfalls eine Rolle. Dass der Kapitalmarkt eine breitere Privatanlegerbasis erreicht, zeigt der Beitrag über die gestiegene Anlegerzahl in Deutschland. Für Marktinfrastrukturanbieter bedeutet mehr verwaltetes und gehandeltes Vermögen zusätzliche Abwicklungs-, Daten- und Verwahraktivität.

Die Einordnung als strukturelles Wachstum bedeutet nicht, dass diese Erlöse konjunkturunabhängig wären. Fallende Marktwerte verringern vermögensabhängige Gebühren, schwächere Emissionen können die Abwicklung bremsen. Dennoch sind wiederkehrende Infrastruktur- und Serviceerlöse tendenziell weniger sprunghaft als reine Transaktionsumsätze. Für die Ergebnisqualität ist deshalb relevant, dass nicht nur der Handel, sondern auch die nachgelagerten Dienstleistungen zulegten.
Investment Management Solutions blieb der Schwachpunkt
Nicht alle Konzernteile entwickelten sich gleich stark. Investment Management Solutions erzielte Nettoerlöse von 331 Millionen Euro, 7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Softwarelösungen wuchsen um 10 Prozent auf 173 Millionen Euro, während ESG- und Indexerlöse zusammen um 4 Prozent auf 158 Millionen Euro zunahmen.
Das EBITDA der Sparte sank jedoch um 24 Prozent auf 88 Millionen Euro. Die operativen Kosten stiegen um 16 Prozent. Zudem belastete ein negativer Bewertungseffekt aus dem Verkauf einer Minderheitsbeteiligung das Ergebnis aus Finanzanlagen. Damit zeigt das Segment, dass Umsatzwachstum allein noch keine steigende Profitabilität garantiert.
Aus Sicht des Gesamtkonzerns wurde diese Schwäche von Trading & Clearing sowie den Fonds- und Wertpapierdienstleistungen mehr als ausgeglichen. Für die kommenden Quartale bleibt aber wichtig, ob Software-, Index- und ESG-Angebote wieder stärker zum Ergebnis beitragen und wie sich die Kostenbasis entwickelt.
Kosten steigen langsamer als das operative Ergebnis
Die operativen Kosten des Konzerns stiegen im dritten Quartal um 7 Prozent auf 646 Millionen Euro. Als wesentliche Gründe nennt der Quartalsbericht Q3 2026 höhere aktienbasierte Vergütungen infolge der Kursentwicklung sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Allfunds-Transaktion. Bereinigt um diese beiden Effekte lag das Kostenwachstum bei rund 3 Prozent.
Weil die Nettoerlöse deutlich schneller wuchsen als die bereinigten Kosten, verbesserte sich der operative Hebel. Dieser Skaleneffekt erklärt, warum das EBITDA ohne Treasury-Ergebnis um 19 Prozent zulegte, obwohl die entsprechenden Nettoerlöse um 14 Prozent stiegen. Ein solches Verhältnis ist für Infrastruktur- und Plattformmodelle typisch, solange zusätzliche Volumina nicht im gleichen Maß zusätzliche Fixkosten verursachen.
Der Vergleich mit dem breiteren Finanzsektor bleibt dennoch begrenzt. Banken erzielen Erträge aus Kreditgeschäft, Einlagen, Handel und Dienstleistungen und tragen andere Bilanzrisiken. Der Artikel über den Rekordgewinn deutscher Banken 2025 liefert dazu einen ergänzenden Branchenblick. Die Deutsche Börse ist demgegenüber vor allem Infrastruktur- und Dienstleistungsanbieter für Kapitalmärkte.
Die neue Prognose für das Gesamtjahr 2026
Nach neun Monaten bestätigte der Konzern die Prognose für Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis von rund 5,7 Milliarden Euro. Aufgrund der bisherigen Entwicklung sieht die Deutsche Börse allerdings Potenzial, diesen Wert leicht zu übertreffen. Das EBITDA ohne Treasury soll weiterhin rund 3,1 Milliarden Euro erreichen.
Angehoben wurde vor allem die Erwartung für das Treasury-Ergebnis. Statt mehr als 700 Millionen Euro rechnet der Konzern nun mit mehr als 800 Millionen Euro. Daraus ergibt sich eine erhöhte Gesamtprognose: Die Nettoerlöse sollen mehr als 6,5 Milliarden Euro erreichen, nachdem zuvor mehr als 6,4 Milliarden Euro erwartet worden waren. Beim EBITDA lautet das neue Ziel rund 3,9 Milliarden Euro statt zuvor mehr als 3,8 Milliarden Euro.
Für die ersten neun Monate meldete die Deutsche Börse Nettoerlöse von 4,888 Milliarden Euro, 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA stieg um 12 Prozent auf 2,964 Milliarden Euro. Der den Aktionären zurechenbare Überschuss erhöhte sich um 14 Prozent auf 1,713 Milliarden Euro. Damit ist ein großer Teil der neuen Jahresziele bereits erreicht, zugleich bleibt das vierte Quartal für die endgültige Höhe der Markt- und Treasury-Erlöse relevant.
Allfunds-Übernahme und Finanzierung bleiben wichtige Faktoren
Die geplante Übernahme von Allfunds ist strategisch bedeutend, war zum Berichtsstichtag aber noch nicht abgeschlossen. Die Deutsche Börse hatte im Januar 2026 eine bindende Vereinbarung unterzeichnet. Der Vollzug steht weiterhin unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher und regulatorischer Genehmigungen sowie weiterer üblicher Bedingungen und wird für die erste Hälfte 2027 erwartet.
Transaktionskosten belasteten bereits das dritte Quartal. Gleichzeitig nahm der Konzern im September zwei Finanzierungen über jeweils 600 Millionen Euro auf: eine nachrangige Hybridanleihe und erstmals eine vorrangige unbesicherte Wandelanleihe. Ende September wurde zudem eine 2023 begebene Anleihe mit einem ausstehenden Nennbetrag von einer Milliarde Euro planmäßig zurückgezahlt.
Die Einordnung daraus ist zweigeteilt. Die Finanzierung schafft Spielraum für allgemeine Unternehmenszwecke und die Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten. Zugleich entstehen Zinsaufwand, Transaktionsrisiken und bei der Wandelanleihe mögliche Verwässerungseffekte. Entscheidend wird sein, ob eine spätere Integration von Allfunds die erwarteten strategischen und operativen Vorteile tatsächlich realisiert.
Welche Risiken hinter den starken Zahlen stehen
Ein Teil des Quartalswachstums entstand in einem außergewöhnlich aktiven Marktumfeld. Beruhigen sich Zins-, Energie- und Finanzmärkte, können Handels- und Absicherungsvolumina zurückgehen. Umgekehrt kann anhaltende Unsicherheit zwar Umsätze stützen, gleichzeitig aber Ausfall-, Liquiditäts- und Abwicklungsrisiken im Finanzsystem erhöhen.
Auch die Zinsentwicklung bleibt ein zentraler Faktor. Das Unternehmen erhöhte seine Treasury-Prognose ausdrücklich wegen des Zinsverlaufs und höherer Kundenbarbestände. Eine schnelle Wende bei den Leitzinsen oder geringere Einlagen würden diesen Beitrag abschwächen. Zudem hängen vermögensabhängige Erlöse von Marktbewertungen und Mittelzuflüssen ab.
Weitere Risiken liegen in der geplanten Allfunds-Transaktion, regulatorischen Anforderungen, technologischer Stabilität und laufenden Rechtsverfahren. Die Deutsche Börse erklärte im Quartalsbericht, dass der Vorstand insgesamt keine wesentliche Veränderung der Risikolage festgestellt habe. Diese Aussage ist eine Unternehmensbewertung zum Berichtsstichtag und keine Garantie für die weitere Entwicklung.
Fazit: Breites Wachstum stützt die zweite Prognoseanhebung
Das dritte Quartal 2026 war für die Deutsche Börse sowohl operativ als auch ergebnisseitig stark. Die Nettoerlöse stiegen zweistellig, das EBITDA wuchs noch schneller, und der zurechenbare Quartalsgewinn erreichte 559 Millionen Euro. Trading & Clearing lieferte den größten Ergebnisschub, während Fonds- und Wertpapierdienstleistungen den strukturellen Teil des Wachstums stärkten.
Die erneute Prognoseanhebung beruht vor allem auf einem besseren Treasury-Ergebnis, doch das Wachstum ohne Treasury blieb ebenfalls kräftig. Damit ist die Entwicklung breiter als ein reiner Zinseffekt. Gleichzeitig zeigen die schwächere Profitabilität bei Investment Management Solutions, steigende Transaktionskosten und die Marktzyklik, dass das Tempo nicht automatisch dauerhaft ist.
Für das Gesamtjahr sind nun mehr als 6,5 Milliarden Euro Nettoerlöse und rund 3,9 Milliarden Euro EBITDA avisiert. Ob diese Größen erreicht oder übertroffen werden, hängt im vierten Quartal von Marktaktivität, Zinsen, Kundenbarbeständen und der Kostenentwicklung ab. Die Zahlen und Prognosen beruhen auf dem Konzernbericht vom 20. Oktober 2026; die Einordnung stellt keine Anlageempfehlung dar.
Fragen und Antworten zu den Q3-Zahlen
Die wichtigsten Begriffe und Kennzahlen lassen sich in sechs Punkten zusammenfassen.
Wie hoch waren die Nettoerlöse der Deutschen Börse im dritten Quartal 2026?
Einschließlich Treasury-Ergebnis lagen die Nettoerlöse bei 1,633 Milliarden Euro und damit 13 Prozent über dem Vorjahresquartal. Ohne Treasury-Ergebnis erreichten sie 1,415 Milliarden Euro, ein Plus von 14 Prozent.
Wie stark ist der Gewinn gestiegen?
Der den Aktionären der Deutsche Börse AG zurechenbare Periodenüberschuss stieg um 18 Prozent auf 559 Millionen Euro. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 2,59 auf 3,10 Euro.
Warum wurde die Prognose erneut angehoben?
Der Konzern erwartet wegen der Zinsentwicklung und höherer Kundenbarbestände ein Treasury-Ergebnis von mehr als 800 Millionen Euro. Zuvor waren mehr als 700 Millionen Euro prognostiziert worden. Dadurch steigen auch die Erwartungen für Nettoerlöse und EBITDA insgesamt.
Welche Sparte wuchs am stärksten?
Trading & Clearing war der wichtigste Ergebnistreiber. Die Nettoerlöse stiegen um 18 Prozent auf 714 Millionen Euro, das EBITDA um 31 Prozent auf 476 Millionen Euro. Besonders kräftig entwickelte sich das Geschäft mit Zinsderivaten.
Was bedeutet Treasury-Ergebnis bei der Deutschen Börse?
Es handelt sich im Wesentlichen um Zinserträge aus Kundengeldern in banknahen Bereichen wie Clearing, Verwahrung und Abwicklung. Die Höhe wird unter anderem vom Zinsniveau und von den durchschnittlich gehaltenen Kundenbarbeständen beeinflusst.
Welche Jahresziele gelten nun für 2026?
Die Deutsche Börse erwartet mehr als 6,5 Milliarden Euro Nettoerlöse und ein EBITDA von rund 3,9 Milliarden Euro. Ohne Treasury-Ergebnis sollen die Nettoerlöse rund 5,7 Milliarden Euro und das EBITDA rund 3,1 Milliarden Euro erreichen.
Bildnachweis: Beitragsbild „Digitale Handelsmonitore mit Finanzmarktdaten“, Foto: Rafael Minguet Delgado / Pexels, Foto-ID 38412413, Pexels-Lizenz. Zweites Bild „Mitarbeiterin in einem Rechenzentrum“, Foto: Christina Morillo / Pexels, Foto-ID 1181316, Pexels-Lizenz.
