EZB-Umfrage: Haushalte erwarten mehr Inflation und schwächeres Wachstum

Paar prüft mit Taschenrechner und Unterlagen die gemeinsamen Haushaltsfinanzen

Die Verbraucherinnen und Verbraucher im Euroraum rechnen wieder mit etwas höheren Preissteigerungen, zugleich hat sich ihr Blick auf Wachstum und Arbeitsmarkt eingetrübt. Das zeigt die am 23. Oktober 2026 veröffentlichte Verbraucherumfrage der Europäischen Zentralbank für September. Der Median der Inflationserwartungen für die kommenden zwölf Monate stieg von 3,0 auf 3,1 Prozent. Für den Zeithorizont von drei Jahren blieb der Wert bei 2,9 Prozent, für fünf Jahre bei 2,5 Prozent. Damit verschiebt sich vor allem der kurzfristige Blick, während die längerfristigen Erwartungen bislang stabiler bleiben.

Die neue Erhebung enthält mehr als eine Inflationszahl. Erwartetes nominales Einkommenswachstum, erwartete Ausgaben, Konjunktur, Arbeitslosigkeit, Immobilienpreise, Hypothekenzinsen und der Zugang zu Krediten zeichnen gemeinsam ein Bild, das für Geldpolitik, Unternehmen und Finanzmärkte relevant ist. Die Haushalte erwarten zwar etwas höhere Einkommen und Ausgaben. Gleichzeitig rechnen sie mit einem stärkeren Rückgang der Wirtschaftsleistung, einer höheren Arbeitslosenquote und restriktiveren Kreditbedingungen. Diese Kombination deutet nicht auf einen einfachen Nachfrageboom, sondern auf eine Lage, in der Preise, Finanzierung und wirtschaftliche Unsicherheit gleichzeitig wirken.

Die Umfrage ist kein amtlicher Konjunkturausblick und keine Prognose der EZB. Sie misst die Wahrnehmungen und Erwartungen von rund 19.000 Erwachsenen in elf Ländern des Euroraums. Die Feldarbeit für die September-Welle lief vom 27. August bis zum 28. September 2026. Gerade deshalb ist die Veröffentlichung als Stimmungs- und Erwartungsindikator zu lesen: Sie zeigt, welche wirtschaftlichen Entwicklungen Haushalte für wahrscheinlich halten und welche finanziellen Belastungen sie wahrnehmen. Diese Erwartungen können Konsum-, Spar- und Kreditentscheidungen beeinflussen, ohne dass sie sich zwangsläufig genauso verwirklichen.

Die wichtigsten Ergebnisse der EZB-Umfrage im Überblick

Die EZB veröffentlichte die Ergebnisse am 23. Oktober 2026. Für die wahrgenommene Inflation der vergangenen zwölf Monate stieg der Median von 3,5 auf 3,6 Prozent. Die Erwartung für die nächsten zwölf Monate erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent. Auf drei Jahre blieb die mittlere Erwartung bei 2,9 Prozent, auf fünf Jahre bei 2,5 Prozent. Zugleich nahm die Unsicherheit über die Inflation im kommenden Jahr leicht zu und blieb über dem Niveau vor Beginn des Konflikts im Nahen Osten.

Beim nominalen Einkommen erwarteten die Befragten für die kommenden zwölf Monate einen Anstieg um 1,1 Prozent nach 1,0 Prozent im August. Das erwartete nominale Ausgabenwachstum erhöhte sich von 3,6 auf 3,7 Prozent. Für die Wirtschaftsleistung sank die Erwartung von minus 1,2 auf minus 1,5 Prozent. Die erwartete Arbeitslosenquote in zwölf Monaten stieg von 11,0 auf 11,3 Prozent.

Auch der Immobilien- und Kreditbereich bewegte sich. Haushalte erwarteten für die selbst genutzte Immobilie einen Preisanstieg von 3,5 Prozent binnen zwölf Monaten, nach 3,4 Prozent im August. Die Erwartung für Hypothekenzinsen blieb seit Juli unverändert bei 4,9 Prozent. Gleichzeitig nahm der Nettoanteil jener Haushalte zu, die von erschwertem Kreditzugang berichteten oder für das kommende Jahr restriktivere Bedingungen erwarteten.

Kurzfristige Inflationserwartungen steigen, lange Horizonte bleiben stabiler

Der Anstieg der Einjahreserwartung von 3,0 auf 3,1 Prozent ist klein. Seine Bedeutung liegt weniger in der Nachkommastelle als in der Richtung und im Umfeld. Die tatsächlich gemessene Eurozone-Inflation war im September 2026 auf 3,8 Prozent gestiegen. Gleichzeitig verteuerten sich Energie und Rohöl deutlich. Der Beitrag über Deutschlands gestiegenen Wert der Rohölimporte zeigt, wie stark höhere Energiekosten inzwischen in den wirtschaftlichen Daten sichtbar werden.

Wahrgenommene Inflation, gemessene Inflation und erwartete Inflation sind jedoch unterschiedliche Größen. Die wahrgenommene Rate von 3,6 Prozent beschreibt, wie Haushalte die Preisentwicklung der vergangenen zwölf Monate einschätzen. Die Einjahreserwartung von 3,1 Prozent ist der mittlere erwartete Wert für die Zukunft. Die amtliche Inflationsrate wiederum folgt einem festgelegten Warenkorb und statistischen Verfahren. Abweichungen zwischen diesen Größen sind normal, weil persönliche Ausgabenstrukturen, besonders auffällige Preise und unterschiedliche Zeithorizonte die Wahrnehmung prägen.

Einordnung: Dass die Drei- und Fünfjahreswerte unverändert blieben, ist für die Geldpolitik ein wichtiger Gegenpol zum kurzfristigen Anstieg. Längerfristige Erwartungen bei 2,9 beziehungsweise 2,5 Prozent liegen zwar über dem symmetrischen Zwei-Prozent-Ziel der EZB, sie sind im September aber nicht weiter gestiegen. Von einer vollständigen Entankerung der Inflationserwartungen lässt sich aus diesen Daten deshalb nicht sprechen. Ebenso wenig beweist ein unveränderter Monatswert, dass die Erwartungen dauerhaft fest verankert sind. Dafür ist eine längere Zeitreihe erforderlich.

Einkommen und Ausgaben entwickeln sich aus Sicht der Haushalte auseinander

Das erwartete nominale Einkommenswachstum von 1,1 Prozent liegt deutlich unter dem erwarteten Ausgabenwachstum von 3,7 Prozent. Dieser Abstand ist wirtschaftlich relevant, darf aber nicht als direkte Prognose eines realen Einkommensverlusts für jeden Haushalt verstanden werden. Beide Angaben beruhen auf Erwartungen, beziehen sich auf nominale Größen und bilden den Median beziehungsweise aggregierte Umfragewerte ab. Haushalte können ihre Ausgaben außerdem durch Ersparnisse, Kredite oder Umschichtungen finanzieren.

Trotzdem zeigt die Differenz einen möglichen Druck auf Budgets. Wenn Preise und notwendige Ausgaben schneller steigen als nominale Einkommen, bleibt weniger Spielraum für frei verfügbare Käufe oder zusätzliche Ersparnisse. Besonders bei Energie, Wohnen und anderen schwer kurzfristig reduzierbaren Ausgaben kann sich eine solche Entwicklung auf den Einzelhandel, Dienstleistungen und langlebige Konsumgüter auswirken. Unternehmen erhalten damit ein gemischtes Signal: Die nominalen Ausgaben sollen zwar wachsen, das bedeutet aber nicht automatisch mehr reale Absatzmenge.

Die EZB weist zudem auf Unterschiede nach Einkommen hin. Befragte im untersten Einkommensfünftel meldeten im Durchschnitt höhere Inflationswahrnehmungen und -erwartungen als das oberste Fünftel. Bei den Einkommenserwartungen lagen die Werte der unteren Gruppe mit 1,5 Prozent ebenfalls über den 1,2 Prozent der oberen Gruppe. Daraus folgt nicht, dass die reale finanzielle Lage im unteren Fünftel günstiger wäre. Höhere erwartete nominale Zuwächse können mit einer stärkeren Wahrnehmung steigender Preise und einem anderen Ausgabenmix zusammenfallen.

Pessimistischere Wachstumserwartungen treffen auf einen fragilen Arbeitsmarktblick

Für die Wirtschaftsleistung in den kommenden zwölf Monaten sank die Erwartung von minus 1,2 auf minus 1,5 Prozent. Parallel erhöhte sich die erwartete Arbeitslosenquote von 11,0 auf 11,3 Prozent. Diese Werte zeigen eine schlechtere Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Perspektive durch die Befragten. Sie sind jedoch nicht mit einer amtlichen Wachstumsprognose oder der harmonisierten Arbeitslosenquote von Eurostat gleichzusetzen.

Die Umfrage erfasst subjektive Erwartungen. Das wird besonders beim Arbeitsmarkt deutlich: Die Befragten verorteten die gegenwärtige Arbeitslosenquote bei 10,6 Prozent und erwarteten für die Zukunft 11,3 Prozent. Die EZB leitet daraus einen nur leicht verschlechterten und insgesamt weitgehend stabilen Arbeitsmarktausblick ab. Die Zahlen beschreiben also die Wahrnehmung des Panels, nicht eine statistische Vorhersage für die tatsächlich gemessene Quote.

Auch hier sind die Unterschiede zwischen Einkommensgruppen beträchtlich. Das unterste Einkommensfünftel erwartete eine Arbeitslosenquote von 13,6 Prozent, das oberste Fünftel 9,7 Prozent. Einordnung: Diese Spanne kann unterschiedliche Beschäftigungsrisiken, Informationsstände und finanzielle Puffer widerspiegeln. Sie zeigt, warum ein einziger Durchschnittswert die wirtschaftliche Unsicherheit der Haushalte nur unvollständig abbildet.

Immobilienpreise steigen in den Erwartungen trotz schwierigerem Kreditzugang

Die Kombination aus höheren erwarteten Immobilienpreisen und unveränderten Hypothekenzinsen wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich. Haushalte erwarteten für ihre eigene Immobilie im kommenden Jahr einen Preisanstieg um 3,5 Prozent. Die erwarteten Hypothekenzinsen blieben bei 4,9 Prozent. Gleichzeitig nahm der Anteil der Befragten zu, der strengere Kreditbedingungen wahrnahm oder künftig erwartete.

Euro-Banknoten, Münzen, Hausschlüssel und Taschenrechner zur Immobilienfinanzierung
Erwartete Immobilienpreise und Finanzierungskosten entwickeln sich in der EZB-Umfrage nicht in dieselbe Richtung.

Preiserwartung, Zinsniveau und Kreditzugang messen verschiedene Aspekte. Immobilienpreise können auch bei hohen Finanzierungskosten steigen, wenn Angebot knapp bleibt, Baukosten hoch sind oder Haushalte nur begrenzte Verkaufsbereitschaft zeigen. Gleichzeitig können Banken strengere Anforderungen an Einkommen, Eigenkapital oder Beleihung stellen. Der bereits veröffentlichte Überblick zu den Wohnimmobilienpreisen im zweiten Quartal 2026 liefert dazu den Blick auf die tatsächlich gemessene Preisentwicklung in Deutschland.

Die Einkommensunterschiede fallen auch in diesem Bereich auf. Das unterste Fünftel erwartete für die eigene Immobilie im Mittel einen Preisanstieg um 4,0 Prozent, das oberste Fünftel 3,2 Prozent. Bei den Hypothekenzinsen war die Reihenfolge umgekehrt: Die obere Gruppe erwartete 4,4 Prozent, die untere 5,7 Prozent. Das kann unterschiedliche Kreditkonditionen und Risikoeinschätzungen widerspiegeln, erlaubt aber keine Aussage darüber, welche Zinssätze einzelne Haushalte tatsächlich angeboten bekommen.

Was die Daten für die Geldpolitik bedeuten

Die EZB zielt auf eine Inflationsrate von zwei Prozent über die mittlere Frist. Die offizielle Erläuterung der Geldpolitik betont, dass das Ziel symmetrisch ist und die Notenbank sowohl zu hohe als auch zu niedrige Inflation als problematisch betrachtet. Verbraucherumfragen sind dabei eine Datenquelle unter mehreren. Hinzu kommen gemessene Preisentwicklung, Löhne, Finanzierungsbedingungen, Unternehmensdaten, Marktindikatoren und Projektionen.

Der Anstieg der kurzfristigen Erwartungen erhöht den Beobachtungsbedarf, während stabile längere Horizonte eine gewisse Beruhigung liefern. Einordnung: Aus der September-Umfrage allein folgt weder automatisch eine Zinserhöhung noch eine Zinspause. Für den geldpolitischen Rat ist entscheidend, ob sich kurzfristige Preisschocks dauerhaft auf Löhne, Preise und Erwartungen übertragen. Die im September beschlossene Anhebung der EZB-Leitzinsen bildet den unmittelbaren geldpolitischen Hintergrund.

Die nächste reguläre geldpolitische Sitzung ist für den 28. und 29. Oktober 2026 angesetzt. Laut offiziellem Sitzungskalender der EZB sollen die Entscheidungen am 29. Oktober veröffentlicht werden. Die Verbraucherumfrage liegt damit rechtzeitig vor der Sitzung vor, ist aber nur ein Teil des Informationssatzes. Aussagen über das konkrete Abstimmungsergebnis wären vor der Veröffentlichung spekulativ.

Welche Signale Unternehmen und Finanzmärkte aus der Umfrage ableiten können

Für konsumnahe Unternehmen ist die Kombination aus wachsenden nominalen Ausgaben und schwächerem Konjunkturblick entscheidend. Steigende Ausgaben können auf höhere Preise statt größere Mengen zurückgehen. Anbieter von Grundbedarf könnten daher andere Umsatzmuster sehen als Händler langlebiger Güter, Reiseanbieter oder größere Dienstleister. Eine vorsichtige Sortiments-, Preis- und Lagerplanung bleibt wichtiger als die isolierte Betrachtung des Ausgabenwerts.

Banken und Immobilienunternehmen erhalten ebenfalls ein gemischtes Signal. Erwartete Immobilienpreissteigerungen sprechen gegen einen allgemeinen Preisverfall. Strengere Kreditbedingungen und ein erwartetes Hypothekenzinsniveau von 4,9 Prozent können die Zahl finanzierbarer Transaktionen jedoch begrenzen. Für Bau- und Immobilienmärkte zählt deshalb nicht nur der Preis, sondern auch, wie viele Haushalte die Finanzierungskriterien erfüllen.

Finanzmärkte beobachten vor allem, ob Inflationserwartungen dauerhaft steigen. Ein einzelner Zuwachs von 0,1 Prozentpunkten beim Einjahreswert ist kein eigenständiges Handelssignal. Aussagekräftiger wird die Reihe, wenn sie zusammen mit tatsächlicher Inflation, Lohnentwicklung, Energiepreisen und Aussagen der Notenbank betrachtet wird. Besonders relevant ist die Frage, ob längere Horizonte ebenfalls steigen. Im September blieben sie unverändert.

Was die Umfrage leisten kann und wo ihre Grenzen liegen

Die Consumer Expectations Survey ist eine monatliche Online-Befragung von derzeit rund 19.000 Erwachsenen in Belgien, Deutschland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Finnland. Sie soll hochfrequente Informationen über Wahrnehmungen, Erwartungen und wirtschaftliches Verhalten liefern. Die Ergebnisse ergänzen andere Datenquellen der EZB.

Der Vorteil liegt in der thematischen Breite und der monatlichen Wiederholung. Inflation, Einkommen, Konsum, Wohnen, Kredit, Arbeit und Wachstum werden innerhalb desselben Panels erfasst. Dadurch lassen sich Veränderungen von Monat zu Monat und Unterschiede zwischen Gruppen erkennen. Die Umfrage zeigt auch Erwartungen, die in amtlichen Ist-Daten naturgemäß nicht enthalten sind.

Die Grenzen sind ebenso wichtig. Erwartungen können falsch sein, persönliche Erfahrungen verzerren die Wahrnehmung, und ein Online-Panel bildet nicht jede Bevölkerungsgruppe vollkommen ab. Die veröffentlichten Zahlen geben nach ausdrücklichem Hinweis der EZB nicht die Meinung ihrer Beschlussorgane oder Beschäftigten wieder. Zudem handelt es sich bei vielen Angaben um Mediane oder aggregierte Werte. Sie sagen wenig über die Spannweite einzelner Haushalte aus.

Fazit: Kurzfristiger Preisdruck, aber keine einheitliche Erwartungswende

Die September-Umfrage zeichnet ein angespanntes, aber differenziertes Bild. Haushalte erwarten für die kommenden zwölf Monate etwas mehr Inflation und höhere Ausgaben. Gleichzeitig rechnen sie mit schwächerem Wachstum, einer höheren Arbeitslosenquote und einem schwierigeren Kreditzugang. Die Erwartungen für Immobilienpreise steigen leicht, die erwarteten Hypothekenzinsen bleiben hoch und unverändert.

Für die Geldpolitik ist vor allem die Trennung der Zeithorizonte wichtig. Der Einjahreswert stieg auf 3,1 Prozent, während drei und fünf Jahre bei 2,9 beziehungsweise 2,5 Prozent blieben. Das spricht für zunehmenden kurzfristigen Preisdruck in den Erwartungen, jedoch nicht für eine neue Aufwärtsbewegung über alle Horizonte. Ob diese Stabilität anhält, werden die nächsten Monatswellen zeigen.

Unternehmen sollten aus den nominal wachsenden Ausgaben keine automatisch stärkere reale Nachfrage ableiten. Banken und Immobilienakteure müssen höhere Preiserwartungen zusammen mit erschwertem Kreditzugang betrachten. Für Haushalte beschreibt die Umfrage keine individuelle Prognose, sondern das aggregierte Stimmungsbild eines großen Euroraum-Panels. Der nächste wichtige Prüfpunkt folgt mit den geldpolitischen Entscheidungen am 29. Oktober und den Oktober-Ergebnissen der Umfrage am 27. November 2026.

Häufige Fragen zur EZB-Verbraucherumfrage

Die Ergebnisse lassen sich nur richtig einordnen, wenn Messgröße, Zeitraum und Abgrenzung zu amtlichen Daten klar sind.

Wie hoch sind die Inflationserwartungen für die nächsten zwölf Monate?

Der Median stieg im September 2026 auf 3,1 Prozent, nach 3,0 Prozent im August. Das ist eine Erwartung der befragten Haushalte und keine Inflationsprognose der EZB.

Was erwarten Verbraucher auf drei und fünf Jahre?

Für drei Jahre blieb der Median bei 2,9 Prozent, für fünf Jahre bei 2,5 Prozent. Beide Werte waren gegenüber August unverändert und liegen weiterhin über dem mittelfristigen Zwei-Prozent-Ziel der EZB.

Warum ist die erwartete Arbeitslosenquote so hoch?

Die 11,3 Prozent sind eine subjektive Erwartung der Umfrageteilnehmenden. Sie dürfen nicht mit einer amtlichen Arbeitslosenquote oder einer offiziellen Prognose verwechselt werden. Auch die wahrgenommene aktuelle Quote von 10,6 Prozent stammt aus der Befragung.

Was sagt die Umfrage über Einkommen und Konsum?

Haushalte erwarteten ein nominales Einkommenswachstum von 1,1 Prozent und ein nominales Ausgabenwachstum von 3,7 Prozent. Der Abstand weist auf möglichen Budgetdruck hin, belegt aber für sich allein keinen realen Einkommensverlust jedes Haushalts.

Welche Entwicklung wird bei Immobilien und Hypotheken erwartet?

Die Befragten erwarteten für ihre eigene Immobilie einen Preisanstieg um 3,5 Prozent binnen zwölf Monaten. Die Erwartung für Hypothekenzinsen blieb bei 4,9 Prozent, während mehr Haushalte einen restriktiveren Kreditzugang meldeten oder erwarteten.

Wann erscheinen die nächsten Ergebnisse?

Die EZB hat die Veröffentlichung der Oktober-Welle für den 27. November 2026 angekündigt. Zuvor veröffentlicht sie am 29. Oktober die Beschlüsse ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung.

Bildnachweise: Beitragsbild „Haushalte prüfen ihre Finanzen und Erwartungen“ von Mikhail Nilov über Pexels, Foto-ID 6963927, Pexels-Lizenz. Abschnittsbild „Immobilienfinanzierung mit Euro und Hausschlüsseln“ von Jakub Zerdzicki über Pexels, Foto-ID 30139520, Pexels-Lizenz.

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